Wie viele Kinder können pro Kurs teilnehmen?
Die maximale Teilnehmerzahl pro Kurs beträgt 8 Kinder und im Geschwisterkurs 5 Geschwisterpaare. Diese Teilnehmerzahl bietet die Möglichkeit, sowohl kleine Gruppenspiele im Wasser durchzuführen, als auch sehr individuell auf einzelne Kinder einzugehen.

Wie kann ich mein Kind auf das Eltern-Kind-Schwimmen vorbereiten?
Für das Eltern-Kind-Schwimmen ist keine besondere Vorbereitung notwendig. Es ist natürlich schön, wenn Ihr Kind bereits an das Duschen gewöhnt ist und Spaß am Baden und am Wasser generell hat. Aber beides ist keine Voraussetzung; auch Kinder, die das Baden in der Wanne nicht mögen, können großen Gefallen am Eltern-Kind-Schwimmen im großen Becken finden. Bedenken Sie, dass die Situation im Schwimmbad anders ist als in der häuslichen Badewanne - wobei die wichtigsten Faktoren die Weite des Beckens und der damit verbundene gemeinsame Handlungsspielraum der Eltern mit dem Kind sind. Das Schöne am Eltern-Kind-Schwimmen ist die "Interaktion auf Augenhöhe": die Eltern schauen nicht wie in den meisten Alltagssituationen von oben auf Ihr Kind herab, sondern Ihr Kind schwimmt auf Augenhöhe mit im Wasser.

Was muss zum Baby-Schwimmen und Eltern-Kind-Schwimmen mitgebracht werden?
Für das Eltern-Kind-Schwimmen brauchen Sie Schwimmsachen für Ihr Kind und sich selber sowie ausreichend Handtücher. Beim Baby-Schwimmen sollte Ihr Kind im Wasser eine Schwimmwindel tragen und kann gerne eine Badehose darüber tragen. Für nach dem Schwimmen benötigen Sie ggfs. Duschsachen und eine Hautcreme für das Kind. Die meisten Kinder haben nach dem Schwimmen Hunger und/oder sind müde; daher empfehlen wir Ihnen, auch etwas zu essen und zu trinken (keine Glasflaschen!) mitzubringen.

Früher wurde in Deutschland meist zuerst das Brustschwimmen gelehrt. International wird jedoch zunehmend davon ausgegangen, dass sich Rücken- und Kraulschwimmen als Anfängerschwimmarten besonders eignen. Welche Schwimmart wird bei Ihnen zuerst gelehrt?
Zunächst ist uns wichtig, dass die Kinder in den Kursen lernen, sich variationsreich und angstfrei im Wasser zu bewegen und noch nicht frühzeitig auf eine Schwimmart festgelegt werden. Die Grundvoraussetzungen für alle Schwimmarten sind in Bauch und Rückenlage die horizontale Lage einzunehmen und auf dem Wasser zu "schweben", sich in Bauch- und Rückenlage mit unterschiedlichsten Bewegungen wie z.B. Fahrradfahren mit den Beinen, "Hundeln" (in Bauchlage) oder als "Qualle" (in Rückenlage) oder mit "Froschbeinen" (Brustbeinschlag) effektiv fortzubewegen und zu tauchen. Wenn die Kinder dies gelernt haben, können daraus schließlich alle Schwimmarten gut entwickelt werden.
Auch wenn vielfach das Rückenschwimmen als erste Schwimmtechnik favorisiert wird, da es koordinativ nicht so anspruchsvoll ist wie Brustschwimmen und im Gegensatz zum Kraulschwimmen das Gesicht stets aus dem Wasser herausschaut und somit die richtige Atemtechnik unproblematisch ist, haben wir die Erfahrung gemacht, dass viele Kinder diese Lage vielfach schlicht nicht mögen. In unseren Kursen wird daher Rückenschwimmen auch geübt und die meisten Kinder lernen in Rückenlage zu schwimmen fast nebenbei nach und nach, aber es wird nicht der primäre Fokus darauf gelegt. In Bauchlage wird sowohl das Hundeln (als Vorform des Kraulschwimmens), der Brustbeinschlag und der Brustarmzug geübt. Die meisten Kinder schwimmen dann zunächst eine Mischform zwischen Brustarmzug und alternierender Beinbewegung, bevor anschließend das - koordinativ anspruchsvolle - Brustschwimmen erlernt wird.

Wie sieht eine typische Kursstunde bei Ihnen aus?
Jede Stunde beginnt bei den kleineren Kindern mit einem Begrüßungslied und gegebenenfalls einem weiteren Sing- und Bewegungsspiel in Kreisform; bei den älteren Kindern mit einem gemeinsamen Spiel. Meist ist dies gefolgt von kleineren Übungen - z.B. zur Gleichgewichts- oder Koordinationsschulung - in der Kreisaufstellung. Danach wird das ganze Becken genutzt und es wird sich in verschiedenen Arten und Weisen fortbewegt. Bei den Babys und kleineren Kindern stehen dabei vielfältige Erfahrungen im Wasser wie gießen, spritzen, schnelle und langsame Fortbewegung, Slalom- und Kreisbewegungen, Ausnutzen von Strömungen, Anregung von Eigenbewegung, etc. im Fokus. Die Eltern erhalten Spielanregungen und Tipps für das sichere Handling ihrer Kinder. Bei den größeren Kindern stehen das Gleiten, das Liegen auf dem Wasser und erste hinführende Übungen zum Schwimmen im Vordergrund. Hier macht aber auch das Springen, Rutschen und Tauchen, das selbstständige Fortbewegen mit Schwimmhilfen und das Erkunden von Spielstationen wie einer im Wasser ausgelegten Matte viel Spaß. Die Eltern geben dabei wichtige Hilfestellungen, bieten als Vertrauensperson eine Ausgangsbasis zum Ausprobieren neuer Situationen, ermuntern zu neuen Erfahrungen und genießen das gemeinsame Spiel mit den Kindern. Während der Stunde erfolgt ein Übergang von einem mehr angeleiteten Konzept zu einer verstärkt offenen Gestaltung, bei der die Kinder frei und selbstständig agieren können. Am Ende lassen wir die Stunde gemeinsam ausklingen.

Viele Veranstalter bieten Baby- und Eltern-Kind-Schwimmen ab einem Alter von 3 Monaten an. Wieso starten Sie erst mit 3 Jahren?
Die Wassertemperatur in dem von uns angemieteten Schwimmbad in den LVR Kliniken liegt bei 28°C. Dies ist für Baby- und Kleinkind-Schwimmkurse zu kalt. Daher können wir derzeit leider nur Kurse ab 3 Jahren anbieten. Für Kinder, die leicht frösteln, empfehlen wir zudem das Tragen eines Neoprenanzugs.

Andere Anbieter bieten für 3-6 jährige Kinder bereits Kurse ohne Eltern an. Warum muss bei Ihnen ein Elternteil dabei sein?
Bei den 3-6 jährigen Kindern führen wir in den Stunden vielfältige Übungen insbesondere zum Gleiten, auf dem Wasser liegen, tauchen und springen im Hinblick auf das Schwimmenlernen durch. Natürlich könnte man dies im flachen Wasser auch mit den Kindern alleine üben. Die Erfahrungen im tiefen Wasser mit Unterstützung der Eltern erlauben jedoch ein konzentrierteres Üben, da ein "Schummeln" durch Aufsetzen der Füße auf dem Boden nicht möglich ist und die Unterstützung durch die Eltern individuell variiert werden kann. Zudem sind die Kindern hier in einem Alter, in dem sie gerne etwas zusammen mit den Eltern unternehmen und das Schwimmen als gemeinsame Unternehmung Eltern und Kindern viel Freude bereitet.

Können auch Geschwisterkinder am Kurs teilnehmen?
Gerne können Sie Geschwisterkinder zu den Kursen anmelden. Bitte beachten Sie jedoch, dass ein Qualitätsmerkmal unserer Kurse die Aufteilung in Gruppen ähnlichen Entwicklungsstandes darstellt. Daher müssen Geschwisterkinder in den jeweils für sie altersmäßig passenden Kursen angemeldet werden - auch wenn dies bedeutet, dass Ihre Kinder dann in unterschiedlichen Kursen sind. Auch muss sichergestellt sein, dass pro Kind, welches noch kein Seepferdchen hat, ein Erwachsener als Betreuungsperson an den Kursen teilnimmt.
Seit Anfang 2017 bieten wir Samstags auch einen speziellen Geschwisterkurs an. Bieten informieren Sie sich dazu bei den Kursausschreibungen.

Fotografieren im Schwimmbad
Erfahrungsgemäß möchten Eltern gerne Fotos von Ihren Kindern beim Schwimmen machen. Dies ist in unseren Kursen natürlich möglich. Beachten Sie jedoch bitte die Persönlichkeitsrechte aller Beteiligten und stellen Sie Fotos, auf denen andere KursteilnehmerInnen oder die Kursleiterinnen abgebildet sind, nicht ins Internet.

Welche Hygienestandards gelten in den Schwimmbädern?
Wie in den meisten öffentlichen Schwimmbädern wird in den von uns angemieteten Schwimmbädern das Wasser gechlort und die entsprechenden Hygienestandards erfüllt.

Wie gehen Sie mit der Frage des Tauchens in Babyschwimmkursen um?
Das Tauchen in Babyschwimmkursen kann eine sehr schöne Erfahrung sein. Jedoch stehen für uns beim Eltern-Kind-Schwimmen in erster Linie der Spaß und die Freude an der Bewegung im Wasser, das gemeinsamen Spiel und Entdecken im Wasser, die Förderung der motorischen Entwicklung, und die Stimulation der Kinder durch verschiedene Reize und die veränderte Umgebung im Vordergrund. Daher ist für uns das Tauchen kein essentieller Bestandteil des Babyschwimmens.
Befürworter des Tauchens beim Babyschwimmen argumentieren, dass das Tauchen mittels Atemschutzreflex später in ein gelerntes Verhalten überführt werden kann (Der Reflex verliert sich in jedem Fall und kann auch nicht durch Training beibehalten werden!). Dies ist aus unserer Sicht und unserer Erfahrung nach nicht notwendig: Wassergewöhnte Kinder lernen automatisch beim Spiel im Wasser das Tauchen, da immer wieder Wasser über das Gesicht laufen wird. Auch durch Übungen wie Wasser in das Gesicht schöpfen, Wasser über den Kopf laufen lassen, Blubberblasen in das Wasser pusten, etc. werden Kinder an das Tauchen herangeführt. In Babyschwimmkursen (3-6 Monate) bieten wir das Tauchen anhand der Wasserguß-Methode (s. L. Ahrendt) an. Hier ist Tauchen jedoch kein Muss, sondern eine Entscheidung darüber obliegt den Eltern. Dabei wird das Vorhandensein des Atemschutz-Reflexes jeweils vor dem Tauchen geprüft. Es werden zudem nur Kinder getaucht, die gesund, gut gelaunt und entspannt sind.
Für die aktuell auf dieser Webseite ausgeschriebenen Kurse (ab 3 Jahren) stellt sich die Frage nach einem Tauchen mit Hilfe des Atemschutzreflexes nicht, da sich der Reflex im Alter von 6 Monaten verliert. Daher kann das Tauchen nur durch heranführende Übungen erlernt werden.